Zwischenstopp in Sachen Kaffee und Badeanzug

Ich bin ja eigentlich das typische Landkind, schon eher Bergkind würde ich mal behaupten. In unserem Ort spielen der Bürgermeister, der Feuerwehrhauptmann, der Doc und der Pfarrer am Sonntag morgen nach der Messe noch Karten im Gasthof neben der Kirche zwecks Frühschoppen. Ein kleines Städtchen inmitten von Gebirgszügen und Wäldern mit Wander und Radwegen. Weit weg vom geschäftigen Treiben der Großstädte.

Vor kurzem hat es mich nun in die Bundeshauptstadt verschlagen, was ab und an durchaus vorkommt. Wien, ca. 300 km von mir entfernt, ein anderes Bundesland und auch die allseits beliebte Millionenmetropole, Hauptstadt meines kleinen, beschaulichen Heimatlandes war das Ziel dieses Kurztrips. Und kurz ist nicht einmal übertrieben. Der Abstecher in die Mozartstadt, dauerte ca. zwei Stunden und war eine Spontanaktion weil es eben gerade „auf der Strecke lag“ Richtung Ungarn , das eigentliche Ziel.

Also mal eben in die Innenstadt gefahren um einen Badeanzug zu kaufen (sofern man das Glück hat in dieser Stadt einen Parkplatz zu bekommen!) am Stephansplatz einen Cappuchino zu schlürfen und das alles zwischen zwischen jeder Menge Touristen die auf der Suche nach etwas Sissi und Sachertorten Flair waren . Wer nun auf anspruchsvolle, kulturelle Fotos hofft, da muß ich leider passen. Bei dem Zeitfenster reichte es gerade mal für eine wilde Knipserei zwischen Kaffee und überfüllten Einkaufsstraßen.

Fotos: Wien/ Juli 2015 (zum vergrößern bitte anklicken)

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44 Kommentare zu “Zwischenstopp in Sachen Kaffee und Badeanzug

  1. Eigentlich sehen die Großstädte in der Innenstadt alle gleich aus. Die Fußgängerzonen, die Geschäfte und die Einkehrmöglichkeiten. Noch ein paar wenige lokale Besonderheiten und fertig ist Stadt für die Touristen.
    Liebe Grüße, Charles

    • Gewisse Dinge ähneln sich bestimmt. Auch wenn ich kein Fan von Großstädten bin, so muß ich sagen das es doch Unterschiede gibt und gewisse Städte einen unglaublichen Charme haben.

    • Selten aber doch genieße ich auch das Treieben der Großstadt.
      Ich würde nie in Wien leben wollen aber kleine Abstecher mit in das Gewühl dieser Millionenstadt, doch das mag ich sehr 🙂

  2. …das Leben findet „innen“ Stadt, war mal „der“ Werbe-Slogan unserer Kreisstadt. Leider aber musste das menschlichem Bedürfnis nach sozialer Interaktion und kultureller Wissbegierde in vielen kulturellen Hochburgen einen vom Kommerz regulierten Kasperle-Theater weichen. Nichts desto trotz wird die Kultur-Hauptstadt der Donaumonarchie immer eine Reise wert sein, allein schon die Wiener Kaffeehaus-Kultur und der subtile „Wiener Schmäh“ und die Lebensphilosophie frei nach Goethe „Das Leben ist zu kurz um schlechten Kaffee zu trinken“, machen Wien schon „Sehenswert“.

    MfG Ivanhoe

    • „Das Leben ist zu kurz um schlechten Kaffee zu trinken“, 😀 😀

      Eine wunderbare Lebensphilosophie , diesen Satz nahm ich früher oftmals als Forensignatur u.ä 🙂

    • Liebe Ivy,
      Gaaaanz groß an die Kühlschranktür hängen und wünschen, wünschen, wünschen…
      Villeicht klappt es dann mit dem Wunsch ans Universum 😀

  3. Sissi und Sachertorte? Dann doch lieber Franzl und Kaiserschmarrn 😉
    Ich liebe Wien, war aber lange nicht mehr da.
    Herzlich, do

  4. Wer an Wien denkt, denkt vermutlich zumeist zuerst an den Prater, Wiener Kaffee und den Stephansdom. Ich gestehe, mir ging es nicht unbedingt viel anders, also haben wir natürlich das Café Central besucht 🙂 Herrlich nostalgisch, ich würde da immer wieder hingehen. Und natürlich sind wir auch mal eine Runde mit der Pferdekutsche gefahren. Muss man nicht machen, kann man aber – und wir haben uns ein wundervolles Foto davon auf eine Leinwand „zimmern“ lassen.
    Doch ansonsten habe ich nichts wientypisches gemacht: Ich wollte z. B. unbedingt in den Narrenturm (haben wir auch gemacht, leider nur den eingeschränkten Teil, da für das komplette Programm eine Führung gebucht werden muss) und auf den Zentralfriedhof. Beinah jeder, der mich nach unserem Wochenende dort fragte, wie es war, hat über mich den Kopp geschüttelt 😀
    Deine wunderbaren Fotos locken mich – ich muss da einfach noch mal wieder hin!

    • -lach- wenn ich woanders bin mache ich auch ehr untypisches 😀

      Aber du hast recht, der Zentralfriedhof zb. ist irre interessant und man kann soviel sehen… Die ganzen Künstler Gräber von Falco bis Beethoven, Udo Jürgens, Mozart, Peter Alexander…
      Die Pferdekutsche also die Fiakerfahrten sind beinahe schon Pflicht wenn man Wien besucht 🙂 Ganz toll sind auch diverse berühmte Cafes u.ä

      Ich bin knappe drei Jahre in Wien zur Schule gegangen bis ich 18 Jahre alt war. Da waren echt tolle Touren dabei die wir so in diversen Freistunden und nach der Schule machten.
      Da war dann das etwas andere Wien drann und wurde auf den Kopf gestellt 😀

  5. Vielen Dank für deine Fotokollage aus Wien. Das weckt Erinnerungen bei mir. Auf kuturelle Fotos habe ich NICHT gehofft – aber zumindest dich vor einem Stückerl Sachertorte mit einem großen Pott Kaffee. Wer so wie ich dreimal von Passau nach geradelt ist – halt einmal war es ab Schärding, der darf sich schon den Titel h.c. Wiener verleihen. Du hast alle Ziele der Touris festgehalten was die Stadt so bietet. Schloß Schönbrunn war euch vielleicht ein bisserl zu weit und der Prater ebenso. Dafür ein Enkelbild auf dem er aussschaut wie ein großer. Super Sonnenbrille und behütet von einem Sicherheitsgurt, der allen Rennfahrern zur Ehre gereicht hätte.
    Ich bin für eine Weile aus dem Rennen. Mein linker Knöchel macht eben viel Aua.

    Salut
    Helmut

    • Oh da fehlt noch einiges Helmut, ich habe eben nur ein bisschen Stephansdom und die Fiakerkutscher festgehalten. Von Hofburg, die Albertina, die Kapuzinergruft, die Staatsoper, Schloß Belvedere, Karlskirche, UNO City, Burgtheater, die Wiener Hofreitschule, Schloß Belvedere, Parlament, Rathausplatz, Volksgarten, Prater, Schönbrunn, der Donauturm, das Hundertwasserhaus und, und, und… So nun fällt mir auf die Schnelle nix mehr ein, aber es war sicher noch nicht alles 😀

      Ups, hast du dich verletzt?

  6. Die Bilder kommen mir alle sehr bekannt vor. Ich habe fast an den gleichen Stellen fotografiert. Eine tolle Stadt. Wenn auch zu viele Touristen die Stadt belagern. Ich wünsche dir noch einen schönen Abend. L.G.

    • Lutz das ist wohl war. Man steckt förmlich im Gewühl der Menschen und kommt kaum von der Stelle an diversen bekannten Plätzen.
      Aber irgendwie ist auch das ein Teil von Wien, Touristen in Massen , Wien ist eben Kultur, Musik, Flair der alten Kaiserzeit sowie Komponente des heutigen, ultramodernen Wiens, alles in einem.
      Das zieht Besucherströme in Millionenzahlen an.

  7. Ich stehe auf Österreich, die Österreicher(innen) und natürlich Wien – diese charmante Stadt mit der ich einige denkwürdige Momente verbinde. 🙂

    Übrigens: Der kleine Checker checkt wohl gerade ’ne Chicka ab, hm? 😀

  8. Na, für eine wilde Knipserei sind es aber schöne Fotos und sie geben die Eindrücke, die Du oben beschrieben hast doch recht gut wieder.
    Liebe Grüße von der Silberdistel

  9. Es hat wirklich Spaß gemacht zu fotografieren, nebenbei Kaffee zu trinken und die Touristenströme zu beobachten. Wobei nach der Einkaufstour nicht mehr viel Zeit blieb um den Kaffee zu genießen 🙂

  10. Ja, auch nach Wien könnten wir, wenn wir nächstes Jahr in Europa sind. Danke für das teilen der Eindrücke. Jetzt weiss ich, wo ich in Wien Krachlederne kaufen könnte, oder nennt man die Lederhosen in A anders? Für die grässlichen Postkarten kann Wien nichts.
    Grüsse, E.

  11. 😀 stimmt, für die Postkarten kann Österreich nichts!

    „Die ‚Krachlederne‘ bezeichnet ursprünglich eine Lederhose, die keinen Hosenschlitz hat, sondern eine rechteckige Hosentür. Heute sagt man zu gebrauchten Lederhosen, die schon einen leicht speckigen Glanz haben auch ‚Krachlederne‘.“ An und für sich ist es aber hier auch die Lederhosn, die Kurze oder hier das „Steirergwandl“ 🙂

    Uii Apropo, der Laden ist aber einer der teuersten in Wien, da gibt es noch andere und auch günstigere 😉

  12. Danke für deinen lieben Kommentar bei mir – so habe ich dich gefunden und bin dann bei den Sommerfotos aus Wien hängengeblieben – die Stadt, die auf meiner persönlichen Hitliste unter den ersten fünf steht. ( Im letzten Jahr war ich drei Mal dort. ).
    Liebe Grüße
    Astrid

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