Es wird Grünzeug geschnippelt

Der Sommer geht langsam aber sicher zu Ende und das heißt das mein Tantchen ihren riesen Garten nochmal „plündert.“ Die gute Frau könnte mit dem Inhalt ihres Gartens bestimmt ein gefülltes Fußballstadion versorgen. Und auch wenn ich durchaus die Vorzüge des Stadtlebens zu schätzen weiß, so bin ich doch immer wieder glücklich ein Landkind zu sein.

Aber zurück zu meinem Tantchen. Ihr Häuschen direkt am Wald sieht ein bisschen aus wie aus einem Dorf um die Jahrhundertwende und auch der Garten ist kunterbunt und birgt Farben und Gerüche , einfach herrlich! Kirsch, Nuss und Zwetschgenbäume, Möhrchen, Kohlrabi, Schnittlauch, Tomaten, Kohl, Salat, Stachel und Himbeeren, Minze und Basilikum. Irgendwie gibt es nichts was es dort nicht gibt. Im Sommer wird geerntet, eingekocht und eingelegt, Marmeladen, Säfte, eingelegte Gurken und Paprika, Aprikosen. Im Winter wird Likör und Schnaps gemacht und getrocknete Kräuter und Blumen werden zu zauberhaften Geschenken wie zb. Duftsäckchen, Kirschkern und Dinkelkissen oder kleine Tischgestecke verarbeitet.

Sobald der Sommer ins Land zieht werden liebe Menschen von Tantchen dauerhaft mit Grünzeug versorgt. Das heißt, jede Woche Kaffeeklatsch unter dem großen Apfelbaum und man geht nach Hause mit einem Korb Grünzeug aller Art. Vegetarier und Veganer würden Tantchen lieben.Schnittlauch, Gurken, Salat, Kürbis, Dill, Birnen, Trauben, Zwetschgen… Und da ich durch meine Sommergrippe nicht bei ihr war kam die Lieferung ins Haus. Somit hatte sich das krank sein auch erledigt. Es wurde erstmal jede Menge Gemüse und Kräuter geschnippelt und eingefroren. Der Winter kann kommen, die Vitamine in meiner Gefriertruhe tanzen den Grünzeug Samba.

Aber mal so unter uns… Ich mag Erbsen, Schwarzwurzel und auch Spinat aber für ein schönes Steak mit Pommes lasse ich auch den hübschesten Krautkopf links liegen!

Der Duft von Chilli und Minze

Einkaufen, schauen, stöbern, riechen, fühlen, probieren – auf dem Wochenmarkt einzukaufen, kann zu einem echten Erlebnis werden. Blumenkohl, Salatgurken, Drachenfrucht, Honig, Tee, Kirschen, Traubensaft, Käse, Fisch, Kräuter und Gewürze. Und nicht zu vergessen diverse Snacks für hungrige Marktbesucher.

Asiatische Nudelboxen neben Dönerständen, Bratwurstbuden und einem veganen Burgerstand. Ein sehr betagtes Ehepaar aus meiner Nachbarschaft fährt jeden Samstag zum Wochenmarkt, das seit Jahren. Um Punkt 12 Uhr. Aber nicht um einzukaufen. Sie gönnen sich wie jede Woche um diese Zeit einen Falafelteller mit Salat, Humus und Pita Brot, holen sich ein paar Äpfel und fahren wieder nach Hause.

Ich liebe diese Märkte. Ich glaube man kann nicht über gutes Essen sprechen wenn man nicht den süßen, warmen Duft von frischen Erdbeeren kennt. Oder den Geschmack von Tomaten und Paprikaschoten die frisch von Feld und Garten kommen. Ich mag es auch mich inspirieren zu lassen von dem reichhaltigen Angebot an frischem Obst und Gemüse. Oder die regionalen Prudukte der heimischen Landwirte. Chutney, Kuchen, Desserts, Suppen und herzhafte Fleischgerichte, irgendwie fallen einem die tollsten Dinge ein und man bekommt richtig Lust zu kochen und auszuprobieren.

Alleine schon diese Gerüche, fremd und exotisch und manchmal vertraut, Vanille, Chilli und Zimt neben Zitronengras, Minze, Fenchel und frischen Küchenkräutern. Ich glaube ich könnte den ganzen Tag auf Wochen oder Bauernmärkten herumlaufen nur um diese Gerüche zu genießen, diese Farbenvielfalt und das bunte Treiben zu bestaunen.

Klick der Woche, 3 August

Es muß nicht immer gesprochen werden… Manchmal sagen Blumentöpfe mehr als tausend Worte! Da soll noch einer sagen es gibt keine kreativen Liebesbekundungen!
Diese Liebeserklärung per Blumentopf steht im Garten meines großen Bruders.
Wie heißt es doch so schön?
“Es kommt nicht darauf an, wie lange man wartet,
sondern auf wen.”
(Filmzitat aus Manche mögen’s heiß, 1959)

Es war einmal … Juni

Zu einer meiner schönsten Kindheitserinnerungen jene in denen ich bei meinen Großeltern sein konnte. Wochenenden, Sommerferien etc. Oma bedeutete Freiheit, Spaß und Abenteuer. Da war zb. ein Baumhaus, das Highlight für uns Kinder, hoch oben in der Krone eines alten Kastanienbaumes das Papa und Opa mit uns bauten. Ein riesen Garten mit leckeren Beeren aller Art, Salat und Kräuter u.v.m. Wiesen voller bunter Blumen, Obstbäume, Hühner, Schafe, Hund, Katze und last but not least ein Pferd das bei Oma „wohnte.“ Es war alt, schwach, hatte kaum noch Zähne aber mein Opa hat um dieses Tier gekämpft und einem Pferdemetzger abgekauft. So landete „Ferdinand“ nicht beim Schlachter sondern bei Oma und Opa in einem kuscheligen Stall, mit viel frischem Heu, bekam jeden Tag Möhrchen und leckeres Essen und eine Wiese nur für sich alleine, auf der er sich trotz Rheuma austoben konnte. Und das schönste an der Geshichte ist, er hatte noch einige schöne Jahre und war somit Freund und Begleiter meiner Kindheit.

Das Bild in diesem Monat aus dem Jahre 1973 zeigt mich im Kindergartenalter vor Hausmauer des Wirschaftsgebäudes sitzend an einem kleinen Tischchen das Opa für mich machte. Ich liebte diese Hausmauer, auch später als Erwachsene noch. Sie war schön warm von der Sonne und auch Hund und Katze liebten das Sonnenbad an der Mauer. An diesem Tag habe ich wohl gerade mit meinem Puppengeschirr gekocht. Ob es nun Suppe aus Gras und Steinen war oder Pudding aus leeren Schneckenhäusern und Baumrinde, ich habe keine Ahnung 😉

Wer an dieser Aktion teilnehmen will und auch mit alten Bildern aus dem Familienalbum Erinnerungen teilen möchte –
hier gibt es mehr Infos zu diesem monatlichen Fotoprojekt „Es war einmal…“
Dieses Juni Foto geht auch an Susis Zaunwickenwelt mit ihrem Fotoprojekt „Guckloch“

es war einmal - juni01

Klick der Woche , 8 Juni

Eine US-amerikanische Tradition sind sogenannte „Baby Shower“ also Babypartys. Eine süße Idee für werdende Eltern die seit einigen Jahren auch bei uns Einzug gehalten hat. Mit dickem Babybauch darf die werdende Mama als Ehrengast fungieren und wird an diesem Nachmittag einfach mal richtig verwöhnt. In den meisten Fällen ist es eine Überraschung für die werdenden Eltern und diese haben keinen blassen Schimmer das sie bald im Mittelpunkt einer Babyparty stehen werden. Freunde und Familie bringen kleine Geschenke mit die als Starthilfe für den neuen Erdenbürger dienen sollen, wie zb. Windeln, Mützchen, Babys ersten Schlafanzug, ein Kuscheltier o.ä Kaffee, Kuchen und co werden gereicht und alles in allem ist es eine wirklich nette Sache, für die werdenden Eltern und auch für die Gäste.

Gestern war es wieder soweit. Bei strahlendem Sonnenschein stand die werdende Mama, meine Tochter die nun mittlerweile im siebten Monat schwanger ist, im Mittelpunkt einer Baby Überraschungsparty. Baby Nummer zwei ist unterwegs und ich bin natürlich schon riesig gespannt und freue mich sehr auf mein zweites Enkelchen. Organisiert wurde diese Party von Freunden der jungen Eltern. Von einer Torte in Form eines Babybauch´s bis zu alkoholfreiem Sekt, Spiele und Wasserschlachten, es wurde an alles gedacht. Kinder und Erwachsene hatten jede Menge Spaß im Garten. Ein schöner und gelungener Sonntag Nachmittag, mit Freunden und Familie und Vorfreude auf ein neues Familienmitglied.

Mehr Informationen zu dem Klick der Woche gibt es hier.