Klick der Woche, 7. Dezember

Weinbeer, Mandeln, Sultaninen,
süße Feigen und Rosinen,
welsche Nüsse – fein geschnitten,
Zitronat auch – muß ich bitten! –

Birnenschnitze doch zumeist
und dazu den Kirschengeist;
wohl geknetet mit der Hand
alles tüchtig durcheinander
und darüber Teig gewoben –
wirklich, das muß ich mir loben!

Solch ein Brot kann’s nur im Leben
jedesmal zur Weihnacht geben!
Eier, Zucker und viel Butter
schaumig rührt die liebe Mutter;
kommt am Schluß das Mehl daran,
fangen wir zu helfen an.

In den Teig so glatt und fein
stechen unsre Formen ein:
Herzen, Vögel, Kleeblatt, Kreise –
braune Plätzchen, gelbe, weiße
sieht man bald – welch ein Vergnügen –
auf dem Blech im Ofen liegen.
Knusprig kommen sie heraus,
duften durch das ganze Haus.

Solchen Duft kann’s nur im Leben
jedesmal zur Weihnacht geben!

Isabella Braun (1815-1886)

 

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Früh angefangen…

…und gleich gekonnt. So heißt ein Spruch der sagen möchte das man doch sehr jung ist/ war wenn man für Nachwuchs sorgt(e). Auf mich zb. trifft das zu und ich wurde sehr früh Mama. Was ich allerdings auch nie bereute und sogar als spannend und schön empfand. Nun ist „meine Kleine“ mittlerweile 26 Jahre alt und wurde vor einer guten Woche zum zweiten mal Mama. Ein wahres Fest und wunderschönes Ereignis für die ganze Familie. Am 15. September kam nun mein zweiter Enkel zur Welt und was soll ich sagen? Lederjacke, Motorrad, unterwegs mit lieben Freunden alles toll und schön aber es gibt wohl nur eine Freizeitbeschäftigung die mich ganz und gar ausfüllt, der Oma Job bei meinen beiden Jungs.

Paul 001

A Graxn um 300

Autos sind eine feine Sache sofern man Geld hat um sich einen fahrbaren Untersatz zu leisten. Mein Junior hatte einen netten Gebrauchtwagen, der zwar knappe 17 Jahre auf dem Buckel (=Rücken) hatte, das schrecklichste grün das ich je sah war auf diesen Auto und die Fensterscheiben liesen sich nur öffnen bei hämmern und klopfen an den Innenseiten der Türen(??!) Ich bin diesen Wagen zwei mal gefahren und ich hatte das Gefühl alle starren mich an!! War es die Farbe oder das undefenierbare Geräusch beim kuppeln? Ok, aber er fuhr!

Nun ja er fuhr… zumindest solange bis eine sehr betagte Dame meinem Sohnemann die Vorfahrt nahm und sein Auto nun auf dem Autofriedhof liegt um ein nettes Paket aus Metall zu werden. Totalschaden, Achsenbruch. Gut, die Schuldfrage ist geklärt, die bewusste Dame hat eine Altersdemenz und ist laut Polizei nicht mehr f.d Straßenverkehr geeignet. Auf alle Fälle bei einem Auto mit so einem Baujahr bekam er nur noch den „Schrottwert“, das waren 400 Euro.

Nach einigen Tagen tiefer Trauer kam wieder Energie in mein Kind, es muß ein neues Auto her! Leichter gesagt als getan wenn man in der Ausbildung ist und die Finanzen im alten Auto stecken. Also wurde alles an Freunden, Kollegen und Verwandten aktiviert zwecks günstigem Gebrauchtwagen. Der Opa seines Freundes war der berühmte Zufallstreffer. Im ehemaligen Hühnerstall des guten Mannes stand eine kleine, rote Kugel mit vier Rädern, verdreckt und verstaubt aber… das wichtigste, das Teil lies sich problemlos starten.

Mit den Worten „is scho fost zwanzg Joar oit, mei Frau is friras Zeitn gfoahn damit. I brachs e neta, fia 300 kaunnst die Graxn hobn, a weani owischn muasst´s hoit no“(es ist beinahe zwanzig Jahre alt, meine Frau fuhr früher damit. Ich brauche das Auto nicht mehr, für 300 kannst du den Wagen haben, ein bisschen saubermachen müsstest du ihn noch.) wurde das Asphaltbaby im Hühnerstall bewundert.

Also nach einem Wochenende schrauben und werkeln, mit Alufelgen die vom Rost befreit wurden und eine neue Farbe bekamen, neuen Lichtern, einer  Musikanlage und Boxen, befreit von Heu und Hühnermist sieht es doch schon ganz gut aus und die Farbe ist diesmal erträglich! Und das beste daran, mein Kind ist wieder glücklich, Mama hat ihr Auto wieder für sich alleine und alle sind zufrieden.