Zwiebel und Kartoffel kommen per Post!

Frisch kochen? In unserer schnellebigen Zeit wohl Luxus und immer mehr Leutchen greifen zum Lieferservice. Ich persönlich koche ganz gerne und der Lieferdienst bleibt die Ausnahme. Aber das ist eine andere Geschichte.
Zu meinem Geburtstag im Sommer bekam ich von einer lieben Freundin einen Gutschein der Firma KochAbo. Als jemand der so gut wie nie kocht, keine Zeit zum einkaufen hat und sowiso und überhaupt, ist die gute Frau begeistert von diesem Service und beglückte mich mit einer Single Box, sprich drei mal kochen, drei mal Rezepte all Inclusive.

KochAbo verspricht eine Lieferung sämtlicher frischer Zutaten für 3-5 Tage für 2-6 Personen. Die Lieferung erfolgt je nach Wunsch ab vier Uhr früh bis 22 Uhr Abends. Ideal für Berufstätige, wenn KochAbo liefert ist man mit Garantie zu Hause. Also los gehts, Gutschein auf der Webseite des Anbieters eingelöst und auf die Bestätigungsmail warten.

Der Tag X. Es wird spannend. Ein netter Herr stand pünktlich um 8 Uhr morgens (mein gewünschter Termin) mit einem großen, schweren Karton vor der Tür. Also schnell die Kiste auspacken und staunen.
Die Zutaten waren hervorragend gekühlt es war auch alles enthalten an Lebensmitteln die man zum kochen der drei Rezepte braucht. Ich hab mir auch sofort die Rezeptesammlung für die kommenden Tage zur Hand genommen und kurz durchgelesen. Man sollte in ungefähr 30 Minuten eine komplette Mahlzeit am Tisch haben. Alle diesen schönen Zutaten waren frisch und von erstklassiger Qualität. Gemüse, Fleisch, Kräuter, Gewürze alles in Bio Qualität.

Mein Fazit:
Die leicht verständlichen Rezepte sowie die Zubereitung bekommen auch Anfänger hin. Die Gerichte sind lecker, abwechslungsreich und es ist immer ein gesundes Mittelmaß an Fleischgerichten und veganen Rezepten die in der angegebenen Kochzeit auch wirklich fertig sind. Sämtliche Lebensmittel haben eine Top Qualität. Man findet in seiner Kiste nur Markenprodukte sowie Bio Lebensmittel.
Für Menschen die keine Lust oder auch Zeit haben großartige Essenspläne zu machen, einzukaufen, lange in der Küche zu stehen, ideal! Aber… und jetzt kommt´s… das ist natürlich keine billige Geschichte und dauerhaft wird das Haushaltsbudget wohl ernsthaft darunter leiden.

Ich persönlich bin jemand der sehr gerne kocht und auch mal Dinge ausprobiert, verändert. Zwischendurch ist es wirklich eine schöne und lustige Idee auf den Postboten zu warten das er Lauch und Sahne bringt aber dauerhaft finde ich es doch billiger und auch schöner Auberginen, Steaks, Pfefferkörner und co selbst einzukaufen und damit küchentechnisch etwas nettes zu zaubern.

Klick der Woche, 13 September

Zur österreichischen Esskultur gehören nicht nur Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn sondern noch jede Menge andere leckere Dinge. Wie wäre es mit einem steirischem Rostbraten oder einer Kürbiscremesuppe? Und wenn man aus einer Familie kommt in der Großmütter, Mütter und Tanten wunderbare Köchinnen sind und waren so hat man den Spaß am kochen und backen quasi im Blut.

Zurück zur Esskultur made in Austria. Da gibt es einige Sachen die es wirklich in sich haben und egal ob herzhaft oder süß, es sind genug Kalorien für alle da!
Wie wäre es zb. mal wieder mit „Xöchts, Kraut und Knedl?“

Klick d. Woche 01

(Xöchts, Kraut und Knedl = Geselchtes, Kraut und Semmelknödel )

Die Sache mit den Sardellen!

Königsberger Klopse (oder Klöpse?) Typisch deutsche Hausmannskost. Schon als Kind mochte ich diesen typisch salzigen Geschmack von Kapern in der Sauce. Meine Oma war eine wunderbare Köchin und somit kam dieses Gericht, Omi sei Dank, auch in Österreich hin und wieder auf den Tisch.

Irgendwie kramte ich nun in den letzten Tagen bei meinen Rezepten und Kochbüchern weil der Gedanke “ schon ewig her, ich könnte doch mal wieder… “ in meinem Kopf herumgeisterte. Schade eigentlich, ich kann mich leider nur noch sehr schwach daran erinnern als Oma zwischen ihren Kochtöpfen schwebte und als Küchenfee leckere Klopse zauberte. Das traurige an der Geschichte, ihr selbstverfasstes Rezeptheftchen blieb bis heute verschwunden.

Also habe ich Google und diverse Kochbücher genötigt um eine Antwort zu bekommen. Und siehe da, natürlich war dieses bekannte Gericht gleich zu finden. Aber..und jetzt kommt´s! Jeder macht Königsberger Klopse anders, gekocht in Brühe, die Sauce wird extra gemacht, gleich in der Sauce gekocht, mit Weißwein oder ohne, einige lassen die Kapern weg und die ewige Streitfrage in Kochforen lautet:“ Kommen nun Sardellen in die Sauce und das Fleisch, Ja oder Nein?“

Leute ich bin nur eine kleine Österreicherin, ich gebe diese Frage deshalb weiter an alle Kochprofis und Kenner der deutschen Küche und hoffe hier eine Antwort zu finden.
Wie ist das nun mit den Sardellen im Original Rezept?

Bella Italia , zwischen Olivenöl, Tomaten und Salami

Wie aus einer Umfrage hervorgeht, bevorzugen über 70 Prozent der Deutschen das italienische Nationalgericht, wenn sie sich unterwegs einen Snack kaufen. Wenn der kleine Hunger kommt, ist die Pizza anscheinend die Nummer eins. Erst danach kommen das belegte Brötchen, Grillhähnchen und Bratwurst. Currywurst, Hamburger, Döner und co rangieren auf den hinteren Plätzen.

Aber wo kommt die Pizza eigentlich her? Mal unter uns gesagt ich persönlich denke sowiso das irgendwann die alten Griechen und Römer mit den runden, platten Fladenbroten Frisbee spielten und irgendwann hatte jemand Hunger und vergriff sich an diesem Frisbee. Das schmeckte nach nix also kam eine italienische Mama auf die Idee mit Tomaten, Kräutern wie Oregano und Basilikum, Salami und Schinken dieses Wurfgeschoss essbar zu machen. Und voilà, keiner wollte mehr mit dieser runden Scheibe spielen, alle wollten sie nur noch essen. Ok, ok, auch wenn es sich so nicht zugetragen hat, es wäre schon irgendwie witzig gewesen. Hier findet man aber nun die richtige Geschichte zum Thema Pizza.

Übrigens, Fertiggericht Nummer eins, die Tiefkühlpizza ist in diesem Jahr bereits 30 Jahre alt. Ausgerechnet in ihrer Tiefkühlvariante wurde dieses Gericht ein ungeheurer Erfolg und ist aus dem Speiseplan diverser Pizzajunkies kaum mehr wegzudenken. Den Anfang mit gefrorenen Pizzen machte übrigens die Firma Dr. Oetker im Jahre 1985 und Wagner (Nestle) zog noch im selben Jahr nach. Der Favorit in den Kühlregalen ist übrigens die Salami Pizza und auf jeder Tiefkühlpizza sind angeblich immer nur sieben Salamischeiben und als nettes Detail nebenbei, Frauen lassen meistens den Rand übrig.

Ich bin nun nicht gerade der Fan von Tiefkühlpizza aber von Pizza ala „selbst zusammengewürfelt“ schon! Das schöne ist man kann die Dinger so toll varieren und man kann wirklich alles drauflegen was das Herz begehrt oder der Kühlschrank so hergibt. Nun war für ein Wochenende mein Patenkind Hannah bei mir. Das Mädel ist 16 und -dem Thema entsprechend- sie liebt wie beinahe alle Teenager, Pizza. An diesem Abend wurde ich in das Wohnzimmer geschickt, durfte die Beine hochlegen, entspannen und meine Küche wurde zur Werkstatt in Sachen Abendessen. Das Ergebniss konnte sich durchaus sehen und vor allem schmecken lassen. Ein Blech voller „frag mich nicht wie das Teil heißt aber es schmeckt echt Hammermäßig“ Pizza stand nun am Tisch.

Das „wirf drauf was du magst“ Pizza Rezept nach Original Hannah Angaben:

Der Teig:
1 Würfel Germ (= Hefe)
250 ml warmes Wasser
500 g Mehl,
(Hannah: na das Mehl eben für alles zu verwenden…
Michaela: Meinst du Universalmehl?
Hannah: Genau!)

2 EL Olivenöl
1 Tl Zucker
Salz

Das alles ganz gut durchkneten am besten mit den Knethaken der Küchenmaschine.
(Hannah: Bloss nicht mit der Hand kneten, das Zeug setzt sich unter den lackierten Fingernägeln fest!!)
(Hannah: Übrigens, sieht der Nagellack nicht toll aus? In der Schule die Mädels fanden den auch irre. Ich glaube ich kaufe mir den auch in pink, was meinst du?
Michaela: Jaaaa, irre, gute Idee!…das Rezept Mäuschen, was kommt jetzt?)

Der Teig soll schön geschmeidig sein. Ist er zu klebrig kommt noch etwas Mehl hinzu.
Ein Tuch drüber und ungefähr 45 Minuten rasten lassen.
(Hannah: steht jedenfalls so bei dem Rezept im Internet und als ich Mama vorhin anrief die sagte auch der Teig muß rasten und soll es warm haben.
Michaela: warm? Kann der Teig haben, draussen hat es 33°
Hannah: grinst…)

Tomatensauce:
Geschälte Tomaten aus der Dose,
Tomatenmark, das normale aus der Tube
(Michaela: Und wiviel?
Hannah: hmm, so ein bisschen eben)

Oregano u. Basilikum, schw. Pfeffer, Olivenöl
ein klitzekleines bisschen Chillipulver,
Meersalz, eine Prise brauner Zucker
(Hannah: Wow, du hast sogar braunen Zucker zu Hause?
Michaela: Ich mag ihn gerne im Tee.
Hannah: Ich mag am liebsten Apfel und Waldbeerentee)

Das ganze Tomatenzeug mit den Gewürzen jetzt zusammenmatschen zu einer Art Paste bzw. Sauce, das kommt dann auf die Pizza bevor man sie belegt.

Die Pizza:
Salamischeiben, 8-10 Scheiben Coppa (ital. roher Schinken)
1 kleine, rote Zwiebel
2 gehackte Knoblauchzehen,
(Hannah: ekelig, noch zwei Stunden später hat man den Geruch von Knoblauch auf den Fingern, brrr.. Ich werde bestimmt mal einen Koch heiraten, jeden Tag Knoblauch und Zwiebefinger, das ist Folter!
Michaela: Klasse, falls es klappt mit dem Koch könnte er mir ein tolles Jambalaya Rezept (=Kreolischer Hühnertopf) vererben!)

1-2 Pkg. gerieb. Pizzakäse oder Mozarella
Champignons, Mais aus der Dose,
kleine Tomaten,
(Hannah: die Cocktaildinger da, so heißen die doch, oder?)
1 grüne Paprikaschote, 1 rote Paprikaschote,
ein paar Oliven

Ein Backblech mit Olivenöl einpinseln und den Teig darauf ausrollen.
Die Tomatensauce dick draufstreichen, eine halbe Packung italienische Kräuter drüber streuen.
Salami und Schinken auf der Pizza verteilen. Paprikaschoten klein schnippeln und den Knoblauch hacken.
Die Oliven in Scheibchen schneiden und auch auf das Blech legen.
Die Tomaten schneiden. Mais, Pilze, Tomaten, Knoblauch alles rauf damit und zuletzt den Käse drauf.
(Hannah: Wir haben zu Hause einen Pizzaschneider, so ein Pizzarad hast du das auch?
Michaela: Klar, echt praktisch die Dinger.
Hannah: Cool, am liebsten habe ich aber trotzdem die Pizzen gleich aus der Schachtel vom Lieferdienst, ein Stück runter reißen und in den Mund stecken. Die Finger sind zwar fettig und total angesaut aber sooo lecker! Machst du das auch so?
Michaela: Natürlich aber sag es bloß niemanden , ich bin offiziell erwachsen, seriös und gut erzogen!
Hannah: -bekommt ein Lachflash, verschluckt sich an der Cola, wischt sich die Lachtränen weg und kann erst nach drei Minuten wieder über ihr Pizzarezept sprechen- )

Das Blech jetzt in den vorgeheizten Ofen schieben und bei 180° Umluft 15 bis 20 Minuten backen. Aber immer zwischendurch gucken! Bevor sie schwarz (??) wird raus damit.

Pizza 01