Der Duft von Chilli und Minze

Einkaufen, schauen, stöbern, riechen, fühlen, probieren – auf dem Wochenmarkt einzukaufen, kann zu einem echten Erlebnis werden. Blumenkohl, Salatgurken, Drachenfrucht, Honig, Tee, Kirschen, Traubensaft, Käse, Fisch, Kräuter und Gewürze. Und nicht zu vergessen diverse Snacks für hungrige Marktbesucher.

Asiatische Nudelboxen neben Dönerständen, Bratwurstbuden und einem veganen Burgerstand. Ein sehr betagtes Ehepaar aus meiner Nachbarschaft fährt jeden Samstag zum Wochenmarkt, das seit Jahren. Um Punkt 12 Uhr. Aber nicht um einzukaufen. Sie gönnen sich wie jede Woche um diese Zeit einen Falafelteller mit Salat, Humus und Pita Brot, holen sich ein paar Äpfel und fahren wieder nach Hause.

Ich liebe diese Märkte. Ich glaube man kann nicht über gutes Essen sprechen wenn man nicht den süßen, warmen Duft von frischen Erdbeeren kennt. Oder den Geschmack von Tomaten und Paprikaschoten die frisch von Feld und Garten kommen. Ich mag es auch mich inspirieren zu lassen von dem reichhaltigen Angebot an frischem Obst und Gemüse. Oder die regionalen Prudukte der heimischen Landwirte. Chutney, Kuchen, Desserts, Suppen und herzhafte Fleischgerichte, irgendwie fallen einem die tollsten Dinge ein und man bekommt richtig Lust zu kochen und auszuprobieren.

Alleine schon diese Gerüche, fremd und exotisch und manchmal vertraut, Vanille, Chilli und Zimt neben Zitronengras, Minze, Fenchel und frischen Küchenkräutern. Ich glaube ich könnte den ganzen Tag auf Wochen oder Bauernmärkten herumlaufen nur um diese Gerüche zu genießen, diese Farbenvielfalt und das bunte Treiben zu bestaunen.

Zwischenstopp in Sachen Kaffee und Badeanzug

Ich bin ja eigentlich das typische Landkind, schon eher Bergkind würde ich mal behaupten. In unserem Ort spielen der Bürgermeister, der Feuerwehrhauptmann, der Doc und der Pfarrer am Sonntag morgen nach der Messe noch Karten im Gasthof neben der Kirche zwecks Frühschoppen. Ein kleines Städtchen inmitten von Gebirgszügen und Wäldern mit Wander und Radwegen. Weit weg vom geschäftigen Treiben der Großstädte.

Vor kurzem hat es mich nun in die Bundeshauptstadt verschlagen, was ab und an durchaus vorkommt. Wien, ca. 300 km von mir entfernt, ein anderes Bundesland und auch die allseits beliebte Millionenmetropole, Hauptstadt meines kleinen, beschaulichen Heimatlandes war das Ziel dieses Kurztrips. Und kurz ist nicht einmal übertrieben. Der Abstecher in die Mozartstadt, dauerte ca. zwei Stunden und war eine Spontanaktion weil es eben gerade „auf der Strecke lag“ Richtung Ungarn , das eigentliche Ziel.

Also mal eben in die Innenstadt gefahren um einen Badeanzug zu kaufen (sofern man das Glück hat in dieser Stadt einen Parkplatz zu bekommen!) am Stephansplatz einen Cappuchino zu schlürfen und das alles zwischen zwischen jeder Menge Touristen die auf der Suche nach etwas Sissi und Sachertorten Flair waren . Wer nun auf anspruchsvolle, kulturelle Fotos hofft, da muß ich leider passen. Bei dem Zeitfenster reichte es gerade mal für eine wilde Knipserei zwischen Kaffee und überfüllten Einkaufsstraßen.

Fotos: Wien/ Juli 2015 (zum vergrößern bitte anklicken)

Zwischen Moos, Baumrinde und Waldbach

„Ich drücke mein Gesicht an seine dunkle, warme Rinde und spüre Heimat –
und bin so unsäglich dankbar in diesem Augenblick.“
(Sophie Scholl, Wiederstandskämpferin, 1921-1943)

17 Uhr Snack

Miss Norris:
Hi Michaela!

Michaela:
Hallo Miss Norris!

Miss Norris:
Sag mal wie spät ist es eigentlich?

Michaela:
16.30 Uhr, warum?

Miss Norris:
Oha, da sollte ich mich lieber beeilen.
Mein Frauchen wartet bestimmt schon mit meinem 17 Uhr Snack.
Ich sage nur Geflügel und Leber Leckerlis! *sabber*

Michaela:
Ah ja… sehr lecker, verstehe…
aber ich denke Kaffee ist mir im Moment doch lieber.

Miss Norris:
Typisch Menschenweibchen, ekelige, schwarze Brühe trinken.
Und da soll noch einer sagen wir Katzen sind eigenartig!? Pffff…
Nun muß ich aber wirklich los! Wie gesagt mein 17 Uhr Snack und so…
War nett mit dir zu plaudern. Tschüss Michaela!

Michaela:
Mit dir auch, bis bald Miss Norris!

Miss Norris 1

Miss Norris 2